Die drei großen Fragen

Die drei großen Fragen


Wer bin ich?
Ich bin morgen nicht mehr Die, Die ich heute war
Ich bin nicht Das was du siehst
Ich bin nicht, ich werde
Ich bin ständig in der Entwicklung und doch schon fertig
Ich bin irgendwo weit weg oder tief in mir
Ich bin ein Teil von Allem


Woran glaube ich?
Ich glaube an einen großen Sinn, der Alles durchdringt
Ich glaube an einen Ursprung zu dem ich unterwegs bin


Was treibt mich an?
Gespeist von einer inneren Kraftquelle
lebe ich im Spannungsfeld eines Magneten, 
der mich anzieht oder abstößt
je nachdem wohin ich mich bewege

Tagesgespräch

„Hallo hier bin ich, Dein Tag! Hast du überhaupt schon bemerkt, dass ich für dich da bin?“

Du ziehst deine Stirn kraus und schaust mich etwas genervt an.
„Jeden Tag das Gleiche, bild dir ja nichts ein! Für dein Alltagseinerlei kannst du keine Jubelschreie erwarten!“

„Alltags-einerlei? Ja klar, ich bin einer von allen Tagen deines Lebens, also ein All-Tag, da hast du Recht. Aber mir ist es ganz und gar nicht einerlei, wie du mich erlebst!
Ich bin ganz frisch und jung und voller Elan und Motivation also vollkommen offen und bereit dir meine Zeit zu schenken.
Was du damit machst liegt an dir!
Welches Kleid ich trage, trist und grau oder freudig und farbenfroh, entscheidest du!

Du senkst deinen Blick und schüttelst entmutigt den Kopf: „Keine Ahnung hast du vom Leben! Wie mein Tag aussieht bestimme doch nicht ich selbst!“, sagst du vorwurfsvoll. „Mir bleibt doch keine Wahl, ich muss das Leben nehmen wie es nun mal ist: Ein Marathon zwischen Beruf, Hausarbeit und Familie. Die Arbeit nimmt kein Ende, Tag für Tag ohne Pause, nur am Wochenende wird es etwas leichter, aber die Kraft die ich getankt habe ist meist am Dienstag schon wieder aufgebraucht und es bleibt mir nur sehnsüchtig auf das nächste Wochenende zu warten.“

„Du wartest also Tag für Tag auf das nächste Wochenende, warum?“

Entrüstet atmest du aus: „Ist doch klar, weil ich dann endlich Zeit habe zum Leben!“

„Ach so, ich glaube jetzt habe ich dich verstanden: Du schlägst also mit deiner Warterei die ganze Zeit tot, bis das Wochenende da ist und dann lebst du in den Tag hinein.“

Weihnachtswünsche

Mögen wir, du und ich
zwischen, neben, unter, über
all den Lichterketten und Kerzen
das Licht erkennen,
das in unserem Herzen wohnt.
Mögen wir still werden
und zwischen den hektischen
und lauten Begebenheiten
unseres Lebens
immer auch die schönen
und frohmachenden Begegnungen
wahrnehmen,
die das Licht unserer Lebensfreude
nähren.
Mögen wir in Dankbarkeit
das segnende Licht
der Menschen empfangen,
die neben uns an unserer Seite
durch das Leben gehen.
Mögen wir unter unseren Füßen
den kraftspendenden Halt
und die Verbundenheit.
unserer Wurzeln spüren,
die uns mit dem Licht verbinden,
das uns Leben spendet.
Möge unser Blick
über den engen und begrenzten
Horizont hinausschauen
und das Licht der Hoffnung erblicken.
Möge uns hinter allen Sorgen, Ängsten,
Zweifeln und Nöten
stets das Licht der Erneuerung aufstrahlen.

Sternstunden

Ich schenke mir eine Stunde
nicht nur zu Weihnachten
oder zum Geburtstag
nicht nur im Urlaub
oder wenn ein Termin ausfällt
nicht nur wenn ich total gestresst bin
und sowieso nicht mehr anders kann
nicht nur ausnahmsweise
und wenn es keiner merkt

Ich schenke mir eine Stunde
heute und morgen
und an jedem Tag
immer wieder
ohne schlechtes Gewissen
und ohne zu fragen
ob es nichts Besseres
oder Wichtigeres zu tun gibt
einfach weil ich es mir wert bin

Ich schenke mir eine Stunde
ohne Erwartung und Anspruch
alles darf sein
einfach nur dasitzen
und die Sonne auf der Haut spüren
oder die Augen schließen
und dem Geräusch meines Atems lauschen
oder darüber nachsinnen
wofür ich dankbar sein kann

Ich schenke mir eine Stunde
mit meinen Freunden
und lasse dafür gerne
den Putzlappen liegen
ich schaue am Staub vorbei
direkt in die Augen eines Menschen
und entscheide mich Tag um Tag
für die Freiheit
die ich nur mir selber geben kann

Adventkalender

In diesem Jahr möchte ich hier ab dem 1. Dezember bis zu 24. Dezember jeden Tag ein „Türchen“ für euch öffnen.
Ich habe gerade mal gestöbert in meiner Sammlung auf der Festplatte und habe viele Gedichte und Geschichten von mir ausgesucht, davon sind einige bereits hier oder auf meiner Plauderpause veröffentlicht, andere sind bisher noch unbekannt für euch. Es sind so viele, dass ich fast jedes Türchen schon damit füllen kann. Manche Türchen sind bisher noch leer, aber dafür wird mir noch etwas einfallen.
Ich freue mich, wenn ihr mit mir gemeinsam die Vorweihnachtszeit „unterwegs“ seid und ganz besonders freue ich mich über jeden Kommentar.
Bis sehr bald an dieser Stelle.

Die Perle meines Tages 

Die Perle meines Tages

Und manchmal
zwischen all dem
tosenden Lärm
nur dieser eine  leise zarte Ton.

Und manchmal
im lähmend
undurchsichtigen Nebel
nur dieser eine
winzige Sonnenstrahl.

Und manchmal
inmitten tausend
finsterer Blicke
nur dieses eine
zarte Lächeln.

Und manchmal
in der zermürbenden
Gedankenspirale
nur dieser eine
rettende Hoffnungsschimmer.

Und manchmal
im erdrückend
wuchernden Unkraut
nur diese eine
unscheinbare Blüte.

Und manchmal
nach beschwerlich
grauen Tagen
nur diese eine
frohe Stunde,
wie eine kostbare Perle in meine Hände gelegt.

(C) Beate Neufeld
04.10.2016

Willkommen in meinem Schreibblog

Hier werde ich in Zukunft die Gedanken, Geschichten und Gedichte, die mir aus dem Herzen fließen mit Euch teilen. Oft entstehen dabei auch Karten- oder Kalendermotive. Nicht selten werde ich durch das, was mir „vor die Linse kommt“, zum Schreiben inspiriert. Aber auch umgekehrt „wird ein Schuh draus“, wenn ich zu einem Gedicht ein passendes Motiv suche und es dann fotografiere.