Den Fußspuren des Glücks folgen

den Fußspuren des Glücks folgen
nicht in dem verharren was dich unglücklich macht
sondern die Chance für Veränderung sehen
und dich in Eigenverantwortung
auf den Weg machen
dein Glück in die Hand nehmen
das dir auf deinem Weg entgegen kommt
oft findest du es unerwartet und auf scheinbaren Umwegen 
oder in vermeintlichen Sackgassen
manchmal führt der Weg durch Durststrecken
aber es ist immer noch dein Weg
nicht den Blick auf das Ende der Strecke richten
nicht warten bis du endlich am Ziel bist
sondern Schritt für Schritt den Fußspuren des Glücks folgen

Die Grenzen sind fließend

Die Grenzen sind fließend!
In Wahrheit sind sie nicht existent!
Von Generation zu Generation
werden sie fortwährend 
in den Köpfen der Kinder neu errichtet!
Aber immer mehr Menschen
wachen aus dem Schlaf der  Illusionen auf
und  erkennen wer sie wirklich sind:
Grenzenlose Wesen
einer grenzenlosen
Liebesquelle entsprungen.

Stille

Es gibt einen Raum der Stille in dir,
in dem du dir selbst begegnen kannst.
Er hat unbeschränkte Öffnungszeiten
und nichts und niemand blockiert den Weg!
Besuche sind jederzeit erlaubt,
es gibt keine Eingangssperre!
Hast du dich heute schon besucht?
Wie gut kennst du dich selbst?
Geht die Beziehung zu dir selbst
über eine flüchtige Bekanntschaft hinaus?
Freundschaften bedürfen der Pflege!
Weißt du, was dir wirklich wichtig ist,
was deine wahren Bedürfnisse sind?
Bist du gerne in deiner Nähe?

Schlecht oder Gut

Die Welt ist schlecht
Die Welt ist gut
Für Beides gibt es
Grund genug
Du findest das
Nach dem du suchst
Und ob du jubelst
Oder fluchst
Das hast du selbst
In deiner Hand
Wohin dein Blick
Auch immer geht
Es zieht dich an
Wie ein Magnet
Du hast die Macht
Dich zu entscheiden
Du bist kein Opfer
Musst nicht leiden
Suchst du nach Freude
Und nach Licht
Dann hindert dich
Das Dunkel nicht
Die Welt ist schlecht
Die Welt ist gut
Für Beides gibt es
Grund genug

Das Gesicht des neuen Tages

Eines Tages überschritt ich unvermittelt eine mir bis dahin unsichtbare Schwelle. Ich wurde ihrer gewahr, als sich der Geschmack der Endlichkeit mit herber Würze und einer bitteren Note auf meine Zunge gelegt hatte. In diesem Moment ereilte mich die unbarmherzige Gewissheit, dass meine Zeit hier in diesem Leben begrenzt ist. Sie riss mich mitten aus meinen Plänen, die ich zeitlebens in alter Gewohnheit unbedarft schmiedete, als schöpfte ich mit vollen Händen aus einer niemals versiegenden Quelle.  Fortan schaue ich am Morgen dem neuen Tag zärtlich ins Gesicht und wäge dankbar und sorgsam das Geschenk der kostbaren Stunden ab, bevor ich mich entscheide, wohin mein Weg mich heute führt. 

Da tanzte die Rose mit der Herbstsonne

Ihr Kleid war schon etwas abgetragen
und das Rot nicht mehr ganz so strahlend,
aber das störte sie nicht.
Sie vergaß die Welt und die Zeit
als sie mit der Herbstsonne tanzte.
Hingebungsvoll und leidenschaftlich
summte sie eine Melodie dazu,
als läge ihr ganzes Leben darin.
Die Augen hatte sie geschlossen, 
und tauchte vollkommen ein in diesen Augenblick.
Ein Traum von zarter Frühlingssonne,
die nach kalter Winterzeit 
die erstarrte Erde sanft wach küsst,
umhüllte sie wie ein luftig leichtes Tuch,
das beschwingt im Rhythmus schwebte.

Einzigartig

In diesem einzigartigen Augenblick 
spiegelt sich die Welt mit meiner Seele.
Ein Fest der Vereinigung, 
unvergleichbar und unwiederbringlich!
Schon morgen wird mein Blick 
ein anderer sein.
Obgleich meine Augen 
die bekannte Perspektive erfassen,
treffen in meiner Seele
Fremde aufeinander, 
die sich miteinander verbünden.
In diesem einzigartigen Augenblick.

Inspiriert wurde ich zu diesem Gedicht von dem Beitrag, den ich bei Paleica las.
Mir ist es beim Betrachten von alten Fotos auch schon oft so ergangen, dass ich daran dachte, was ich alles im Moment der Fotoaufnahme noch nicht wusste. Diese Betrachtungsweise kann eine gewisse Wehmut auf den Plan rufen, die dazu verleitet, das was war festhalten zu wollen, so nach dem Motto. „Es war doch so schön, warum konnte es nicht so bleiben?“ Aber das Leben ist nun einmal eine fortlaufende Bewegung, die Seele gleicht einem Tanzsaal, in dem sich Altbekanntes und Neues zu ständig wechselnden Formationen miteinander verbinden um sich gleich wieder voneinander zu lösen.

Die Party ist vorbei

Die Party ist vorbei, wir spielen keine „Blinde Kuh“ mehr.
Das Tuch mit dem du deine Augen verbunden hattest kannst du jetzt abnehmen.
Du brauchst nicht länger im Dunkeln zu tappen um nach einer besseren Version von dir selbst zu suchen.
Befreie dich von dem Schleier der dir die Sicht verwehrte und jage nicht länger deinen Idealvorstellungen hinterher.
Alles was du brauchst steht dir zur Verfügung,
du bist perfekt in deiner unvergleichlichen Einzigartigkeit!