6. Dezember

Heute habe ich noch eine Bastelanleitung für einen Stern,
der zeitlich etwas aufwendiger zu basteln ist,
aber er ist nicht schwierig zu basteln,
nur das Verkleben nimmt etwas Geduld in Anspruch.


Er entsteht wieder aus einem Quadrat 10 x 10 cm.
Anleitung zur Ergänzung der Fotos. Quadrat zur Hälfte falten, nochmal zur Hälfte falten. Dann wie auf dem Foto einschneiden, die Schnitte müssen über die Hälfte hinaus geschnitten werden. Auseinander falten und die ersten inneren Spitzen zusammenrollen und kleben. Dann auf die Rückseite drehen und die nächsten Spitzen von zusammenkleben. Es geht so weiter, von innen nach außen und jeweils umdrehen, das ist wichtig!
Dann werden die so entstanden Einzelstücke zunächst an den Seiten zusammengeklebt und so zu einer Kette verbunden.
Dann wird die Kette geschlossen, indem das erste und das letzte Glied der Kette verklebt werden.
Danach werden die inneren Spitzen nach und nach zusammen geklebt.
So sieht der fertige Stern aus:

Sterntaler

Herzensfreundschaften
sind wie Sterne auf meinem Weg.
Das gute Wort zur rechten Zeit
ist wie ein Stern auf meinem Weg.
Musik die meine Seele berührt
ist wie ein Stern auf meinem Weg.
Der Duft des Waldes und seine heilsame Ruhe
sind wie  Sterne auf meinem Weg.
Der rettende Gedankenimpuls aus heiterem Himmel
ist wie ein Stern auf meinem Weg.
Die unerwartete Hilfe die mich von einer Last befreit
ist wie ein Stern auf meinem Weg.
Ein liebevoller Blick
ist wie ein Stern auf meinem Weg.

Ohne Sterne wäre mein Leben
arm und trostlos,
dunkel und hoffnungslos.

Ich öffne meine Seele und nehme die Sterne in mein Herz
und mit jedem Stern wird es heller in mir.
Vielleicht darf ab und an ein wenig von diesem Licht in die Welt hinaus leuchten.

 

5. Dezember

Das ganze Jahr bin ich mit ihr unterwegs.
Sie bemerkt mich nicht.
Tagein und tagaus bin ich in ihrer Nähe.
Sie spürt mich nicht.
Auf Schritt und Tritt begleite ich sie.
Sie nimmt mich nicht wahr.

Kaum naht die Adventszeit, hängt sie kleine Holzanhänger an die Tannenzweige in der Vase, lächelt dabei und denkt sich: „Ach wie süß, diese kleinen Engelchen, wie schön, dass jetzt wieder die Zeit ist, mich daran zu erfreuen“.
Ab Ende November geht es schon los:
Sie stöbert in den Geschäften der Stadt verzückt in den Weihnachtskarten mit schillernden und glitzernden Engel.
Der Höhepunkt ist für sie der Tag vor Weihnachten.
Jetzt schmückt sie das Wohnzimmer für das Fest.
Sehr behutsam nimmt sie eine Schachtel die mit lauter Seidenpapier ausgepolstert ist aus dem Schrank und packt behutsam ihren allerschönsten Engel mit seidig glänzenden Haaren aus.
Den hat vor Jahren einmal für teures Geld auf dem Weihnachtsmarkt gekauft.
Wenn er endlich auf der Kommode neben dem Tannenbaum steht, dann hat für sie das Fest schon begonnen.

Ich bin so ganz anders.

Der freundliche Mann, der sie so aufmuntern angeschaut hat, als sie betrübt durch den Park spazierte.
Die Freundin, die ihr mit all ihrer Aufmerksamkeit zugehört hat, als sie sich den Kummer von der Seele redete und sich danach erleichtert fühlte.
Der funkelnde Sonnenstrahl, der durch die nebelverhangene Wolkenwand blitzte und sie unvermittelt mit Mut und Hoffnung erfüllte.
All das und noch viel mehr bin ich.

Ich bin so ganz anders,
Sie erkennt mich nicht.

4. Dezember

Winterzauber

Es war bitterkalt an diesem Wintermorgen. Die Sonne verwandelte das schneebedeckte Feld in einen flauschigen Glitzerteppich, der bis zum nahen Waldrand ausgebreitet lag.

Die sonst so lustig trippelnden Schritte des kleinen Hundes, der immer wieder voller Übermut in die pudrig-zarte Schneepracht hinein hüpfte, waren völlig lautlos. Die ganze Landschaft war erfüllt von einer tiefen Stille, die sich nur in dieser Jahreszeit, wie eine schützende Haube über die Winterwelt legt.

Der Mann und sein treuer Gefährte erblickten nicht das winzig-kleine Loch in der ansonsten makellosen Schneedecke, durch das ein Ästchen mit frischen Knospen kaum eine Handbreit neugierig herauslugte.

So wuchs das zarte Pflänzchen, unbemerkt von Tier und Mensch, aber dennoch begleitet von den erstaunten und strengen Blicken der alten Bäume.

Bis zum Frühjahr. hatte es bereits eine stattliche Größe von einem halben Meter erreicht. Der schmelzende Schnee gab nun den Blick auf ein Bäumchen preis, das nicht nur mit einem vollständigen Blätterkleid bedeckt war, sondern auch zahlreiche winzig kleine Früchte trug. Diese freilich waren fast das Außergewöhnlichste an der ganzen Erscheinung, denn es waren darauf die unterschiedlichsten Sorten kunterbunt vereint: Äpfel, Nüsse, Birnen, Kirschen und Pflaumen, sämtlich zur Ernte bereit.

Ach, wie warm es mir plötzlich wird, dachte das Mädchen, das an diesem März-Nachmittag, gut eingepackt in ihren Mantel, durch das langsam aus dem Winterschlaf erwachende Feld lief. Es hielt einen Moment inne, um zu spüren, woher dieser zarte Hauch zu ihr herüber wehte und als es dem warmen Atem folgte, stand es schließlich am Waldrand vor dem Bäumchen. Fassungslos vor Staunen dachte sie : So etwas habe ich noch nie gesehen, und eigentlich gibt es das ja auch gar nicht.

Noch von diesem Gedanken eingenommen griff es nach den winzigen Früchten und schmeckte schon die saftige Süße der Kirsche, die es sich vorsichtig in den Mund geschoben hatte. Köstlich schmeckte auch die Birne und erst als es ebenfalls einen knackigen Apfel verzehrt hatte, wurde es durch ein weiteres Naturschauspiel entzückt: Als Lina das kurze, jedoch kräftige Stämmchen betrachtete, war es ihr, als ob sie durch die knorrige Rinde das Flackern eines Feuers sehen konnte, einem Schattenspiele gleich. Schon fühlte sie, wie die kraftvolle Wärme ihr tief in Herz und Seele eindrang.

Das Mädchen war von diesem einzigartigen Ereignis so verzaubert, dass sie nicht bemerkt hatte, wie schnell die Zeit vergangen war. Es wurde bereits dämmrig, als Lina sich eiligen Schrittes auf den Heimweg begab.

Wie schnell ich heute laufen kann, es ist so als wenn ich Siebenmeilenstiefel trage, dachte das Mädchen. Seltsam, dass ich überhaupt nicht müde und hungrig bin, so wie sonst um diese Zeit.

Leicht und beschwingt öffnete sie die Haustür und irgendwie war es ihr, als ob alles, was ihre Augen erblickten, in ein neues Licht getaucht sei.

Sie spürte eine große Freude in ihrem Innern und um das Herz war es ihr sonderbar leicht und warm.

Als Lina in die Küche trat, hielt die Mutter bei ihrem Anblick einen Moment staunend inne und überlegte, warum ihr die Tochter so verändert vorkam und dachte schließlich: Sie ist schon wieder ein ganzes Stück gewachsen, meine Kleine.

Beim Abendessen erzählte Lina von ihrem eigenartigen Erlebnis.
Die Mutter schüttelte ungläubig den Kopf und der Vater sagte mit einem heiteren Augenzwinkern: „Ja, meine Kleine, du hast halt eine große Phantasie. „Und bei sich dachte er: Sie lebt manchmal in ihrer eigenen Welt, aber heute sieht sie so glücklich aus, als ob sie diese Geschichte wirklich erlebt hätte.

Als Lina schon längst friedlich in ihrem Bett lag und schlief, saßen die Eltern noch in der Wohnstube beisammen.

Die Mutter las in einem Buch und der Vater löste wie so oft ein Kreuzworträtsel.
Aber jeder von ihnen war heute nicht so ganz bei der Sache.
Eine zauberhafte Wärme und Helligkeit erfüllte den Raum, als wenn das Zimmer von zahlreichen Kerzen erleuchtet wäre, dabei brannte doch nur die Stehlampe am Sofa.
Die Mutter ertappte sich immer wieder dabei, dass sie mitten im Satz mit ihren Gedanken ganz woanders war. Sie fühlte sich so leicht und frei wie lange Zeit nicht mehr.
Linas Vater löste heute nicht sehr viele Wörter, denn er wurde plötzlich an seine Kindheit erinnert und erlebte das Gefühl, dass er als kleiner Junge spürte, wenn er im Sommer, selbstvergessen im Gras liegend, die Wolken beobachtete.
Die Eltern gingen an diesem Abend erfüllt von Ruhe und Frieden zu Bett.
Dankbar überließen sie sich ihren Träumen.

3. Dezember

In diesem Moment
liegt alles bereit
alles was du hast
alles was du bist
dein ganzes Leben
in diesem Moment

Im Hier und Jetzt
ist alles geborgen
alles was lebt
alles was wächst
dein ganzes Leben
im Hier und Jetzt

In diesem Atemzug
ist dir alles gegeben
alles was Kraft gibt
alles was heilt
dein ganzes Leben
in diesem Atemzug

In diesem Lidschlag
ist dir alles offenbart
die ganze Wahrheit
die volle Weisheit
dein ganzes Leben
in diesem Lidschlag

2. Dezember

Auch wenn das Weihnachtsfest noch nicht beginnt, so haben wir aber die Einladung schon erhalten. Die Adventszeit ist dazu da, sich auf das Fest vorzubereiten. Das kennen wir alle, das artet nicht selten in Stress aus.
Was gibt es nicht alles zu erledigen, damit das Fest perfekt wird.
In meinem Gedicht, ist eine Vorbereitung ganz anderer Art angesprochen.
Ich denke auch diejenigen unter euch, die keine „religiöse Ader“ haben, können sich inspirieren lassen, die Prioritäten anders zu setzen.
Es lohnt sich für Jede oder Jeden von uns darüber nachzudenken, dass es vielleicht gar nicht so wichtig ist, wie sehr das Haus auf Hochglanz gebracht wird oder was für ein ausgefallenes Menue an den Feiertagen auf dem Tisch steht.
Diese Zeit lädt dazu ein, innezuhalten und in uns zu spüren, was uns geschenkt ist, nicht nur im materiellen Sinne!

Einladung

Eingeladen seid ihr,
meine Liebe zu feiern.
Eingeladen seid ihr,
mit weitem Herzen zu kommen,
aufmerksam und gegenwärtig,
ohne Erwartung – alles erwartend,
was meine Liebe euch schenken kann.

Eingeladen seid ihr,
meine Vergebung zu feiern.
Eingeladen seid ihr,
euch so zu bringen, wie ihr seid,
ungeschminkt und mit allem,
was zu euch gehört,
haltet nichts zurück, bringt alles mit!

Eingeladen seid ihr,
meine Heilung zu feiern.
Eingeladen seid ihr,
euch verwandeln zu lassen.
Ich bin bereit, alles ist möglich.
Öffnet mir die Tür, lasst mich in euch Wohnung nehmen,
dann feiern wir das Fest das niemals endet.

1. Dezember

Ich freue mich sehr auf die kommende Zeit, die ich mit euch gemeinsam unterwegs sein darf und so öffnet sich heute das erste „Türchen“ meines Adventkalenders.
Ich beginne mit einer Bastelanleitung. Ungewöhnlich für einen Schreibblog, aber wartet, da kommt noch was. 🙂


Ich habe den Stern aus Faltpapier 10 x 10 cm. gefaltet.
Die Klammern sind eine prima Hilfe, damit ich nicht so lange festhalten und warten muss, bis der Klebstoff auf den einzelnen Teilen getrocknet ist.
Ihr seht auf den Collagen wie es geht, aber trotzdem nochmal eine kurze Beschreibung: Das Quadrat zur Hälfte falten, An der breiten Seite anfangend zur Zieharmonika falten, Diese in der Mitte falten und zusammenkleben.
Für diese Papiergröße benötigt ihr 8 Teile, die zusammengeklebt den Stern ergeben.

Ich finde es eine schöne Idee, für liebe Menschen zu Weihnachten Sterne zu basteln und mit einem kleinen selber geschriebenen Elfchen oder ein paar lieben Worten, die ihnen sagen, wie wertvoll sie für mich sind,  zu verschenken.

Elfchen ( 1. Zeile 1 Wort, 2. Zeile 2 Wörter, 3. Zeile3 Wörter, 4. Zeile 4 Wörter, 5. Zeile 1 Wort )
Du
bist ein
Stern auf meinem
Weg, erleuchtest mein Herz
Geschenk!
Euch fallen bestimmt selber ganz individuelle Elfchen ein, über die sich eure Lieben freuen.