Der leere Moment

Der leere Moment

Ein volles Gefäß kann nicht gefüllt werden.
Fülle entsteht aus der Leere.
Wenn Fülle zum Dauerzustand wird, dann bleibt alles “ beim Alten „.
Wenn Neues werden soll, braucht es Raum.

Das gilt auch für mein Leben.

Sehr oft und gerade dann, wenn ich schwierige Zeiten durchlebt habe, wenn ich rastlos und und hilflos war, wenn ich von Ängsten und Zweifeln verfolgt wurde, dann stieß ich an meine Grenzen.
An meine Grenzen stoßen bedeutet, dass es mir im wahrsten Sinne “ zu eng “ wurde.
Ich wurde fast erdrückt von dem was mir als Last auf der Seele lag.
Ich wusste nicht mehr “ ein noch aus „, Ich steckte fest und das Alte und Gewohnte nahm mir fast die Luft zum atmen.
Um nicht zu ersticken, weil ich mich für das Leben entschieden hatte, kam was kommen musste, ich wagte den Sprung in die Ungewissheit der Leere.
Die Leere ist der Raum zwischen meinem alten und dem neuen Leben.

Aus Gewohnheiten und alten Mustern habe ich mir einen Mantel gestrickt und einen Lebensraum geschaffen, in dem ich mich einrichte und es mir bequem mache, so gut es geht.
Es lebt sich gut in meinem Leben, für eine ganze Weile.
Aber irgendwann spüre ich, dass ich meinen eigenen Leben entwachse.
Ich stoße an meine selbst gesteckten Grenzen.
Nur jenseits dieser Grenzen kann ich neuen Lebensraum finden.
Aber ich kann nur dort hin gelangen, wenn ich das Wagnis der Ungewissheit eingehe.
Dieser Moment, indem ich mich entschließe, den Schritt zu wagen, das ist der leere Moment.
Der leere Moment ist Abschied und Neubeginn zugleich.
Der leere Moment ist das Leben in seiner reinsten und wahrhaftigsten Form.
Der leere Moment ist grenzenlos, Verbindung zur Ewigkeit.

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