Das Licht einfangen

Lebenskraft
Liebesfunken

Das Licht einfangen
überall wo du es wahrnimmst.

Das Licht auftanken
überall wo es dich erreicht.

Vielleicht ist es das Wichtigste
was wir im Leben lernen können:

Nicht nachlassen
uns nach dem Licht auszurichten.

Nicht aufhören
nach dem Licht zu suchen.

Es lässt sich finden
Selbst die Nacht ist nicht ohne Licht.

(C) Beate Neufeld
13.06.2017

Das Glück

Das Glück

Es war einfach unglaublich,
da hatte das Glück tage – und wochenlang
damit zugebracht,
hinter ihr herzulaufen,
sie zu umgarnen,
ja sogar sich ihr in den Weg zu stellen,
nur damit sie endlich das Glück entdecken würde.
Aber sie war einfach schneller,
ließ sich nicht halten
und lief im Zickzackkurs gekonnt um das
Glück herum,
als ob sie eine neue sportliche Disziplin
erfunden hätte.
Sie war geübt und so ausdauernd trainiert,
dass das Glück schließlich völlig entkräftet aufgeben musste.
Es blieb einfach am Rand des Weges liegen,
und da liegt es immer noch,
denn es hatte beschlossen,
sich niemals mehr gewaltsam aufzudrängen.
Fortan wollte es nur noch freiwillig gefunden werden.
Wenn du es entdecken möchtest,
dann sei gewiss,
dass es geduldig wartet
und sich von dir finden lässt.

Das Glück hat tausend mal tausend Gesichter.
Manchmal entdeckte ich es in einem lachenden Kindergesicht,zuweilen auch in einer leuchtenden Blume im Feld.
Ich konnte es in der Melodie des Windes hören
und in der salzigen Meeresluft schmecken.
Vielleicht legt es sich dir als moosiger Waldweg unter die Füße
oder begegnet dir in einem ehrlichen Wort aus Freundesmund?
Wenn du es gefunden hast, dann wirst du wissen, wie es aussieht,
aber nur für diesen Augenblick und für dieses eine Mal.
Es lässt sich nicht halten und wird sich schon bald ein neues Gewand anlegen.
Das Glück hat tausend mal tausend Kleider.

Glücksmomentesammler

Das Geschenk des Augenblickes ist ein Stück Himmel mit einer Lücke in den Wolken, die groß genug ist um mir ein Sonnenbad zu gewähren.

Das Wetter rundherum, ob vorher oder nachher ist mir völlig gleichgültig, denn ich bin ein Glücksmomentesammler.

Das Geschenk des Augenblickes sind zwei Hundepfoten, die sich auf meine Knie stellen, um mir zu zeigen, dass es Zeit für eine Schmuserunde ist.

Mein Stimmungsbarometer rundherum, ob vorher oder nachher ist mir ganz unwichtig, denn ich bin ein Glücksmomentesammler.

(C) Beate Neufeld
29.04.2017

Sonnenklar

Während ich darüber nachdenke, wie ich mich entscheiden würde,
sollte augenblicklich eine gute Fee
bei mir eintreffen
und mir die Möglichkeit bieten, rückwirkend in meinen bisherigen Lebenslauf einzugreifen
und beliebige Änderungen vorzunehmen, lässt die Antwort nicht lange auf sich warten.
Kraftvoll und sonnenklar
formt sich ein NEIN.
Mit unerschütterlichere Sicherheit erkenne ich,
dass alles was war,
so kunstvoll zu einem
einzigartigen Muster verwoben
und unendlich liebevoll
mein Lebenssinn
hineingeschrieben ist
von Schöpferhand.

(C) Beate Neufeld
23.03.2017

Was bleibt ist die Liebe

Heute entdeckte ich bei Anna-Lena ihren Beitrag zu einem Schreibprojekt, in dem es darum geht, ein Kurzgeschichte mit maximal 10 Sätzen zu schreiben die 3 vorgegebene Wörter beinhalten muss.
Diese Woche sollten es die Wörter: HAND, WIND und GOLD sein. Ich las ihren Beitrag zum Projekt zunächst ganz bewusst nicht und ließ mich zu einer eigenen Geschichte inspirieren. Umso erstaunter war ich dann, als ich ich sah, dass wir beide das Thema Tod gewählt hatten.

Hier also meine Geschichte:

Was bleibt ist die Liebe

Sie wusste nicht wie viele Stunden sie bereits am Bett ihrer sterbenden Mutter gesessen hatte, seit sie sich aufgeschreckt durch die  Nachricht auf ihrem Anrufbeantworter im Krankenhaus eingefunden hatte.

Hilflos und haltlos fühlte sie sich, wie eine Pflanze die von mitleidsloser Hand aus der Erde gerissen wurde.

Hoffnung auf eine Wendung des Schicksals gab es nicht, denn sie spürte wie die Lebenskräfte der Mutter flüchtig wie der Wind ihren Körper verließen.

Der Schmerz zerriss fast ihr Herz und sie versuchte mit aller Kraft zu halten, was sich nicht halten ließ.

Schonungslos wie ein Schwert wurde sie von der Frage durchbohrt, ob  irgendetwas bliebe?

Es konnte nicht sein, dass dieses Leben, dieser Zeitraum zwischen Geburt und Tot eines Menschen, zur Bedeutungslosigkeit verdammt war.

Sie konnte sich einfach nicht vorstellen, dass ihre Mutter sich zu einem Nichts auflösen würde und es schon bald so sein würde, als hätte sie nie gelebt.

Ihre bisherige Lebenszeit von dem Zeitpunkt an, seit sie sich erinnern konnte, lies sie Revue passieren.

Schwere und schöne Zeiten, Freude und Schmerz, alles wurde in ihr wieder lebendig und eine leise, zarte Ahnung begann in ihr zu wachsen.

Dann kam er, der unausweichliche Moment des Abschieds, den sie lebenslang stets erfolgreich verdrängt hatte und mit ihm legte sich in ihre Seele ein Schatz wertvoller als Gold, und sie wusste jetzt, dass die Liebe alles in sich trägt was war und ist und ewig bleibt.

Engelssegen

Möge stets ein Engel mit dir sein,
der dich behütet und beschützt.
Möge stets ein Engel neben dir sein,
der dich begleitet und führt.
Möge stets ein Engel hinter dir stehen,
der dich trägt und hält.
Möge stets ein Engel um dich sein,
der deine Seele erhellt.
Möge stets ein Engel bei dir sein,
der dir Kraft und Heilung schenkt.

Wenn ihr wissen möchtet, was es mit diesem Engel auf sich hat, dann besucht mich doch auf meinem Blog Plauderpause.

Mein Leben steht unter einem guten Stern

Mein Leben steht unter einem guten Stern

Wenn mein Leben unter einem guten Stern steht,
dann leuchtet auch in dunklen Zeiten
ein Hoffnungsschimmer für mich.

Wenn mein Leben unter einem guten Stern steht,
dann ergreife ich in den Herausforderungen
die Chance des Lernprozesses.

Wenn mein Leben unter einem guten Stern steht,
dann wächst mir der Mut zu,
immer wieder neu zu beginnen.

Wenn mein Leben unter einem guten Stern steht,
dann vertraue ich darauf,
dass alles seinen Sinn hat.

Wenn mein Leben unter einem guten Stern steht,
dann weiß ich,
dass auch kleine Schritte zum Ziel führen.

Wenn mein Leben unter einem guten Stern steht,
dann darf ich mir selber verzeihen
und mich lieben so wie ich bin.

Wenn mein Leben unter einem guten Stern steht,
dann erkenne ich die Fügungen und Führungen
auf meinem Weg.

Wenn mein Leben unter einem guten Stern steht,
dann gibt es keinen Tag an dem
der Grund zum Danken fehlt.

Wie es zur Entstehung dieses Gedichtes kam, könnt ihr, wenn ihr möchtet, auf meinem Blog Plauderpause nachlesen.

Hier und Jetzt – Gedanken am Silvesterabend

Dieses Mal sollte es so ein, dass mein Mann und ich den Silvesterabend alleine mit Priska zu Hause verbrachten. Ein befreundetes Ehepaar hatte kurzfristig abgesagt, weil unsere Freundin sich eine Erkältung zugezogen hatte. Es wurde also ein sehr beschaulicher Abend der mir gut getan hat. Mir kam in den Sinn, dass sich mein Verhältnis zu Silvester im Laufe der Jahre deutlich geändert hat. Früher war dieser Abend mit vielen Emotionen verbunden und heute wird mir immer deutlicher bewusst, dass an Silvester um Mitternacht eine Zeitgrenze überschritten wird, die entweder nur in unseren Köpfen besteht oder anders betrachtet überschreiten wir in Wahrheit sekündlich diese Zeitschwelle.
Die Zeit fließt unaufhörlich, wir sind uns dessen nur sehr selten bewusst. Mein Zeitgefühl hat sich mit meinen Erfahrungen im Laufe des Lebens verändert. Besondere Auswirkungen hatte der frühe Tod von Menschen aus meinem näheren Umfeld.
Diese Erlebnisse richteten meinen Fokus auf die eigene Sterblichkeit, auf die Endlichkeit meines Lebens hier auf dieser Erde. Ich habe beobachtet, dass ich gerade nach dem Tod meines Bruders sensibilisiert war, wenn ich Sätze hörte wie: „ Wenn ich später mal in Rente bin, dann werde ich Dieses oder Jenes tun, dann habe ich Zeit dafür.“ Ich sagte dann, dass ich mir erlauben will, nach Möglichkeit die Dinge die mir wirklich wichtig sind nicht aufzuschieben sondern Jetzt in Angriff zu nehmen.